Diskussionsforum - KIS-Beiträge
Integrierte Versorgung: Wohin führt die Reise? - 03.09.2010Text
Integrierte Versorgung (oder auch Managed Care) heisst die neue Zauberformel im Gesundheitswesen. Sagen die einen. Höhere Kostenbeteiligungen für Kinder und Jugendliche kommt nicht in Frage. Sagen die anderen. Diskutieren Sie mit!Kommentare
04.09.2010 - Ich sehe keine Grudn, warum wir als Praxispädiater bei Managed Care mitmahcen müssten. Wir verursachen praktisch keine Kosten durch Überweisungen an teure Spezialzentren und sollten uns dmentsprechend auch nicht in den finanzielle Verantwortung ziehen lassen. Die Mehrbelastung durch administativen leerlauf ist tötend und verhindert innovatisves Denken. Ich finde, das Forum sollte sich dmentsprechend auch vernehmen lassen. Cyril Lüdin22.10.2010 - Ich habe glaub ich ein déja vu bei diesem Thema....Schon vor ca 15 Jhren habe ich mit einer Gruppe Pädiater den Unsinn von managed care bei unseren Patienten gekämpft. Uebrigens z.Bsp. in Sitzungen mit Herrn Indra, derzeit an führender Stelle im BAG. Und jetzt kommen auch noch "virtuelle Netzwerke " als weitere Absurdität hinzu.....Den Kostenvergleich zwischen Gatekeeper-Pädiatern und "freien* Pädiatern bleiben die Kassen bis jetzt schuldig.
Markus Renggli, Baden
14.11.2011 - Ich finde unbedingt, dass die Mitglieder befragt werden müssen. Für mich ist nicht so klar, dass die Meinung etwa hälftig verteilt ist!
Dr. med. Marie-Anne Steinemann
19.11.2011 - Schon im Rahmen der Tarmed-Verträge haben wir uns verpflichtet, für Kostenneutralität zu sorgen und damit eine Budgetmitverantwortung anzunehmen. Nun sollen wir das nochmals bekräftigen. Wo bleibt die Vernunft der Ärzte...? Und wo bleibt die Berufsethik? Machen wir uns doch nichts vor; diese wird durch eine Budgetmitverantwortung kompromittiert! Diese Vorlage ist in ihrem Kern faul und gehört auf den schon sehr grossen Haufen der gesundheitspolitischen Fehlentscheide. Wir und unserer Verband müssen dafür einstehen, dass wir unabhängig bleiben und nicht den Mythos bestärken, dass wir Ärzte dafür verantwortlich sind, dass die Kosten im Gesundheitswesen stetig steigen!
Christian de Garis, Zofingen
23.11.2011 - Managed Care macht für die Pädiatrie keinen Sinn; wir arbeiten mit denjenigen und immer gleichen Spezialisten zusammen, von denen wir wissen, dass sie auch mit Kindern umgehen können; diese Kolleginnen/Kollegen will ich selber auswählen und dann den Eltern empfehlen können; dies kann dann je nach Kind und Eltern auch jemand Anderer sein. Sicher will ich mir nicht vorschreiben lassen, wer das sein so soll.
Ich unterstütze den Antrag sehr, dass die Mitglieder befragt werden müssen.
Henriette Hug-Batschelet, Basel
16.01.2012 - Ihr schreibt: " (es) stellt sich die Frage, ob wir die Kröte schlucken wollen, bevor sie noch grösser wird oder darauf hoffen dürfen, dass sie vorher eines natürlichen Todes stirbt". Ich bin nicht einverstanden, dass es nur diese Optionen gibt. Nichts gegen Kröten, aber diese müssen wir weder schlucken noch einfach hoffen - wir müssen sie aktiv abwehren! Und Kinderärzte Schweiz hätte da (zusammen mit unseren Partnerorganisationen) eine wichtige Rolle zu spielen! Falls die managed care Vorlage (sprich auf Deutsch: krankenkassen-diktierte ärztliche Tätigkeit) durchgeboxt wird, erwarte ich von unserer Organisation, dass sie alle geschlossen hinter sich vereint und diese boykottiert! Dies erwarte ich auch von der FMH. Wenn wir Ärzte nicht mitmachen bei einem Projekt, welches von praxisfremden, rein ökonomisch orientierten medizinischen Laien entworfen wurde und unsere Berufsethik spürbar untergräbt, dann hat sie in der Praxis keine Chance. Es gibt meiner Ansicht nach nur eine unmissverständliche Antwort: NEIN! Wir machen nicht mit! (So etwa nach dem Motto: "stell Dir vor, es wäre MC- Krieg und keiner geht hin..."). Warum sollen wir Ärzte uns dauernd unter unserem Wert verkaufen. Wir sind diejenigen, welche die Leistung schlussendlich erbringen (oder eben nicht). Ich hoffe, auch unsere Standesvertretung wird das Rückgrat haben, dieser unheilvollen Erpressung standzuhalten!
Christian de Garis, Zofingen
16.01.2012 - Ich wäre froh, wenn sich die Diskussion etwas konstruktiver gestalten und sich mit der aktuellen vom Parlament verabschiedeten Vorlage befassen würde!
Gegen Argumente wie: ich bin seit 15 Jahren dagegen, kann ich nicht ankommen (warum, wieso?).
Auch die Tatsache, dass in der Pädiatrie keine grosse Kosteneinsparung zu erreichen ist, sind noch lange kein Grund das Referendum zu unterstützen.
Auch unwahre Verunglimpfungen, wie "von medizinischen Laien entworfen" (Managed care war der Gegenvorschlag der FMH und der SGAM um die Aufhebung des Kontrahierungszwanges zu verhindern!), oder "krankenkassen-diktierte" sind wenig hilfreich, da z.B. die Vorlage viele Kröten für eben diese KK enthält (z.B. keine SWICA-Zentren mehr).
Ich bin gerne bereit über konkrete Inhalte zu diskutieren, denn meines Erachtens spricht eine Kosten-Nutzen-Analyse für diese Vorlage.
Philipp Jenny, Altstätten
Neue Wachstumskurven - 14.06.2011Text
Vor Kurzem haben das Zürcher Kinderspital und die Schweizer Gesellschaft für Pädiatrie neue Zürcher Wachstumskurven publiziert und diese für die Schweiz als verbindlich erklärt. Die bisherigen Wachstumskurven stammten von Zürcher Kindern, währenddem die neuen Wachstumskurven aus einer Collage verschiedenster inländischer und ausländischer, v.a. amerikanischer Daten bestehen. Für die leichte Verbesserung dieser neuen Kurven für das erste Lebensjahr wird eine gravierende Verschlechterung im späteren Kindes- und Pubertätsalter in Kauf genommen. Die zugrunde liegenden amerikanischen Kinder sind infolge von ethnischen Unterschieden kleiner und der Pubertätswachstumsspurt findet mehr als zwei Jahre früher als bei den Schweizer Kindern statt. Das Ziel unseres Beitrages in den ForumNews vom Sommer 2011 ist, eine möglichst breite Diskussion auszulösen und aufzuzeigen, dass die bisherigen Wachstumskurven, die über unsere Homepage www.pezz.ch zu beziehen sind, auch weiterhin benutzt werden können.Wir freuen uns über Ihre Meinungsbeiträge!
Prof. Dr. med. Urs Eiholzer und
Dr. med. Udo Meinhardt, Zürich
Hier können Sie den ForumNews-Artikel als pdf herunterladen. (pdf)
Kommentare
07.07.2011 - Als ich vor kurzem die neuen Wachstumskurven zu Gesicht bekam, wunderte ich mich über den Mix an Daten aus aller Welt, die zur Erstellung neuer, für die Schweiz gültigen Referenzkurven verwendet wurden. Von daher verstehe ich die wissenschaftlichen Einwände von Urs Eiholzer.Im Praxisalltag sind Wachstumskurven, ob alt oder neu, einerlei. Wichtig ist nicht, ob ein bestimmtes Messresultat etwas weiter "oben" oder "unten" eingezeichnet erscheint. Viel wichtiger ist es, den Verlauf individueller Messungen zu verfolgen und zu interpretieren. Folgen die gemessenen Einträge mehr oder weniger einer bestimmten Perzentile, kann man davon ausgehen, dass das Kind gedeiht. Wenn aber ein Knick in der Kurve beobachtet wird, nach oben, nach unten oder gerade aus, muss man herausfinden, was zu diesem Knick beführt hat.
Ob neu oder alt ist in der Praxis aus einem weiteren Grund unwichtig - dem Messfehler. Längen- bzw. Grössenmessungen oder Kopfumfangmessungen sind notrisch ungenau und hängen davon ab, wer wie wo gemessen hat. Aber eben, solange der Wachstumstrend einer bestimmten Perzentile entlang führt, muss man den einzelnen Messungen, mal etwas über oder unter dieser Trenkurve, keine allzu grosse Beachtung schenken. Jede Messung, die deutlich neben die Trendkurve für ein Individuum fällt, muss wiederholt und in den meisten Fällen korrigiert werden, weil die Messung falsch war.
Quintessenz: Als Praktiker kann ich sehr wohl mit den hergebrachten Kurven leben.
Ueli Bollag
Verbandszeitschrift: An bisherigem Namen festhalten - 05.03.2012Text
Wie soll die Verbandszeitschrift von Kinderärzte Schweiz künftig heissen? Auf der Suche nach einem neuen Zeitschriftentitel rief die Redaktionskommission die Mitglieder auf, Vorschläge einzureichen. Von den eingegangenen Ideen konnte aber keine überzeugen. Deshalb bleibt vorderhand alles beim Alten.In einem Punkt war sich die Redaktionskommission vor dem Start zur Namenssuche einig. Wenn das „Forum“ aus dem Verbandsnamen verschwindet, dann soll es auch im Zeitschriftentitel ersetzt werden. Zwischenzeitlich entschloss man sich, einfach den neuen Namen auf die Titelseite zu setzen.
Auch wenn diese Lösung von der Redaktionskommission nicht als „das Gelbe vom Ei“ betrachtet wird, möchte sie im Moment daran festhalten. Denn der alle überzeugende neue Namensvorschlag ist bisher leider nicht eingegangen. Allerdings gebührt jenen (es waren leider nicht viele...), die mitgemacht haben, ein grosses Dankeschön. Dass sie sich die Mühe gemacht haben, Ideen zu kreieren, wird von der Redaktionskommission sehr geschätzt. Die Vorschläge wurden denn auch einer genauen Prüfung unterzogen. Bei einigen gab es namensrechtliche Hindernisse, andere wiederum passten eher zu einer rein wissenschaftlich ausgerichteten Fachzeitschrift – was die Verbandszeitschrift von Kinderärzte Schweiz von ihrem Konzept her nicht ist und auch nicht sein möchte.
So hat sich das herausgebende Gremium entschieden, vorläufig am Titel "KINDERÄRZTE.SCHWEIZ" festzuhalten, weil er den Charakter und Inhalt unserer Verbandszeitschrift am besten zusammenfasst.
Kommentare
07.03.2012 - Mir würde Folgendes, eigentlich Naheliegendes gefallen: eine Kombination aus der Abkürzung für Kinderärzte Schweiz (KIS) und unserer Klientel (kids). Mein Vorschlag deshalb: KIdS. Das müsste grafisch natürlich noch ausgestaltet werden (Schrift, Farbe). Viel Glück bei der Suche! Nadia Sauter Oes (nadia.sauteratoes.ch)10.03.2012 - Die Zeitschrift unseres Berufsverbandes erhebt ja nicht den Anspruch ein wissenschaftliches Fachjournal zu sein, obwohl Fortbildungsfragen immer auch aufgegriffen werden. Zentral scheint mir die Vermittlung Aktualitäten aus vielen verscheidenen Bereichen, soweit sie für die Praxispädiatrie von Bedeutung sind, stammen sie nun aus der Entwicklungspsychologie, der Medizin, der Pädagogik, der Soziologie oder der Standespolitik. Weites Spektrum also, aber immer in Bezug zur Paediatrie. Wie wärs mit PAEDORAMA als Verballhornung von Panorama. Noldi Bächler, St.Gallen
22.03.2012 - Wie wäre es mit "Schweizerische Pädiatrische Rundschau"? Maurice Fritzsche, Burgdorf
02.04.2012 - Kommt drauf an - was wir wollen:
Pediatric tribune - in Anlehnung an eine bekannte Zeitschrift
Der Praxispädiater - in Anlehnung an entsprechende TItel anderer Fachgesellschaften
Swiss pediatric journal - falls wissenschaftlicher gestaltet (naja da sind wir nahe an swiss-pediatrics dran... ) Raffael Guggenheim, Zürich
