Nachhaltigkeit - Planetary Health
Die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit von Kinderärzte Schweiz setzt sich seit dem Jahr 2023 für eine zukunftsfähige, klima- und ressourcenschonende Pädiatrie ein. Sechs Kinderärztinnen und Kinderärzte bringen ihre vielfältigen fachlichen Interessen und Erfahrungen ein, um Nachhaltigkeit im Praxisalltag und im Gesundheitswesen konkret voranzubringen.
Unsere Themen sind breit gefächert: Sie reichen von den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und Klimawandel über nachhaltige Ernährung und ressourcenschonende Praxisführung bis hin zur Kommunikation über Klima, Umwelt und Gesundheit mit Familien sowie Fachpersonen.
Mit Fachartikeln, Vorträgen und Fortbildungen sowie durch den kontinuierlichen Austausch innerhalb der Ärzteschaft und mit den von uns betreuten Familien vermitteln wir Wissen, zeigen praxisnahe Handlungsmöglichkeiten auf und fördern die Verankerung nachhaltiger Lösungen im Berufsalltag.
Im Bereich Klima-, Umwelt- und Gesundheitsfragen sind wir schweizweit gut vernetzt und stehen im Austausch mit Fachorganisationen, Gesundheitsinstitutionen, politischen Entscheidungsträger:innen und Verwaltungen.
Unsere Arbeit wird von der breiten Unterstützung des Vorstands und des Präsidiums von Kinderärzte Schweiz getragen. Nachhaltigkeit wird dabei nicht nur als strategisches Leitprinzip verstanden, sondern aktiv gefördert und gelebt. Gemeinsam engagieren wir uns dafür, die Gesundheit von Kindern heute zu schützen und ihre Lebensgrundlagen für die Zukunft zu erhalten.
Möchtest auch Du Dich für eine kinderfreundliche Gesundheitsversorgung innerhalb der planetaren Grenzen engagieren und die Zukunft der Pädiatrie aktiv mitgestalten? Dann freuen wir uns über Dein Interesse an einer Mitarbeit in unserer Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit. Melde Dich gerne beim Leiter der Arbeitsgruppe, Dr. med. Patrick Hetzel aus Riehen, per E-Mail.
Kampagne «12 Monate – 12 Aktionen»
«12 Monate – 12 Aktionen: Planetary Health für die pädiatrische Praxis»
Mit der Kampagne «12 Monate – 12 Aktionen für Gesundheit und Umwelt» möchte Kinderärzte Schweiz das Thema Planetary Health in den Praxisalltag integrieren und Familien für gesundheitsfördernde und nachhaltige Verhaltensweisen sensibilisieren.
Jeder Monat widmet sich einem konkreten Thema mit wissenschaftlich belegten Vorteilen für Gesundheit und Umwelt – von Bewegung und Ernährung über Naturkontakt und Bildschirmnutzung bis hin zum verantwortungsvollen Einsatz von Medikamenten und Antibiotika.
Die zwölf Poster unterstützen Kinder- und Jugendärzt:innen dabei, diese Themen in der Sprechstunde anzusprechen und gemeinsam mit Familien einfache, alltagstaugliche Massnahmen umzusetzen. Viele dieser Verhaltensweisen erzeugen sogenannte Co-Benefits: Sie fördern die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und tragen gleichzeitig zum Schutz unserer Umwelt bei.
Das Projekt wurde 2024 in der Westschweiz lanciert. Es verfolgte das Ziel, während eines Jahres jeden Monat eine Massnahme zu fördern, die sowohl der individuellen Gesundheit als auch der Umwelt zugutekommt. Zu diesem Zweck wurden zwölf Infografiken und Plakate entwickelt und über die Revue Médicale Suisse veröffentlicht – jeweils mit einem konkreten Thema und alltagstauglichen Empfehlungen für Praxis und Familien.
Initiiert wurde die Kampagne von Dr. Martine Bideau und Dr. Jean-Yves Corajod (Co-Präsidium der Genfer Gesellschaft für Pädiatrie) gemeinsam mit Prof. Dr. Johanna Sommer (Universität Genf). Unterstützt wurden sie von einer engagierten Gruppe von Hausärzt:innen und Medizinstudierenden. Kinderärzte Schweiz dankt den Initiator:innen herzlich für dieses wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig alltagstaugliche Projekt. Ebenso danken wir der Revue Médicale Suisse dafür, dass wir die Materialien für die Deutschschweiz übersetzen, anpassen und hier zur Verfügung stellen dürfen.
Der offizielle Start in der Deutschschweiz erfolgt an der Jahrestagung von Kinderärzte Schweiz am 3. September 2026. Anschliessend stellen wir jeden Monat eines der zwölf Themen mit dem entsprechenden Poster in unseren Rundmails vor – als Anregung und Erinnerung, die Kampagne Schritt für Schritt im Praxisalltag umzusetzen.
Das Übersichtsposter bietet einen Überblick über alle zwölf Aktionen und kann in der Praxis aufgehängt werden. Die einzelnen Themenposter stehen kostenlos zum Download bereit und können individuell ausgedruckt und verwendet werden.
Gemeinsam können wir die Gesundheit der nächsten Generation stärken – und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen schützen.
Downloads
Übersichtsposter herunterladen
Infografiken der Revue Médicale Suisse herunterladen
(Deutsch, Französisch und weitere Sprachen)
Artikel Nachhaltigkeit aus den "Kinderärzte Schweiz NEWS"
KIS Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit in den Medien
Schweizer Fernsehen RSI: Telegiornale: "Come proteggere gli scolari dal caldo"
Dr. med. Patrick Hetzel, Leiter der KIS-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit, unterstreicht im Beitrag von TV RSI die gesundheitlichen Risiken hoher Temperaturen im Schulalltag und erklärt, welche Massnahmen Schulkinder wirksam schützen können.
TV RSI, 24. Juni 2026
Aargauer Zeitung: «Arzt warnt vor Hitze im Schulzimmer»
«Über 30 Grad im Schulzimmer sind indiskutabel» – Patrick Hetzel, Leiter der KIS Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit, zur Hitzebelastung an Schulen.
Aargauer Zeitung, 17. Juni 2026
«Le temperature più alte nelle aule scolastiche»
Im Interview mit Radiotelevisione svizzera RSI erläutert Dr. med. Patrick Hetzel, Leiter der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit von Kinderärzte Schweiz, die Auswirkungen überhöhter Temperaturen in Klassenzimmern.
(ab Min. 09:53 bis Min. 12:38)
Radiogiornale, 5. Juni 2026
«Wird unterschätzt»: Warum gibt es kein hitzefrei mehr an Schulen?
Dr. med. Patrick Hetzel, leiter der Kinderärzte Schweiz Gruppe Nachhaltigkeit, im Interview mit nau.ch über die Problematik von Hitze in den Schulen.
nau.ch, 29. Mai 2026
Luzerner Zeitung und CH Media Zeitungen: "Gerade Kinder leiden unter der Klimakrise: So können Eltern und Lehrpersonen helfen"
Dr. med. Patrick Hetzel, Leiter der KIS Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit, im Interview mit der Luzerner Zeitung über die Folgen der Klimaerwärmung für Kinder und Jugendliche, und was man zum Schutz von jungen Menschen machen kann.
Luzerner Zeitung und CH Media Zeitungen, 4. September 2024