Coronavirus - COVID-19

 

COVID-19 temporäre Stellenbörse

Während der COVID-19 Pandemie sind viele Praxen und Spitäler extrem gefordert: während an einigen Praxen die Arbeit wegbricht, können sich Kolleg*innen an anderen Orten kaum vor Arbeit retten. Mit dieser temporären Stellenbörse wollen wir die Pädiatrie am Laufen halten.

Auf dieser temporären Stellenbörse dürfen sich alle pädiatrischen Fachpersonen und Praxen sowie Spitäler kostenfrei und unabhängig von einer KIS Mitgliedschaft  registrieren, wenn sie temporäre Einsätze benötigen oder anbieten können. Schnell, gratis und solidarisch - im Sinn der Sache.

Die COVID-19 temporäre Stellenbörse finden Sie auf unserem Stellen- und Praxismarkt.

Die Care Now COVID-19 medizinische Stellenbörse der ETH Zürich finden Sie hier.

Tipps für den Praxisalltag 

zur Hilfe bei der Führung der Praxis während der aktuellen Krise (wir betonen, dass es sich hierbei um Tipps zur Umsetzung der offiziellen Empfehlungen handelt, da es derzeit keine absolute und beständige Wahrheit gibt):

Um das Ansteckungsrisiko in den Praxen zu minimieren, empfehlen wir die folgenden Massnahmen:
 

Vereinbarung von Terminen

  • Gesunde und akut kranke Kinder möglichst räumlich und zeitlich trennen: entweder am Vormittag gesunde Kinder behandeln und am Nachmittag kranke Patienten; oder zeitlich gestaffelte Konsultationen durchführen
     
  • Zur Reduktion der Personenzahl in der Praxis soll nur das Kind mit Termin mit einer Bezugsperson in die Praxis kommen – Geschwisterkinder und andere Angehörige sollen zu Hause bleiben.
  • Termine sollen exakt eingehalten werden, um die Anzahl Personen in der Praxis, bzw. im Wartezimmer zu vermindern.
  • Mehr zeitliche Puffer einbauen, damit sich möglichst nicht mehrere Personen gleichzeitig im Wartezimmer aufhalten müssen.
  • Reguläre Vorsorgetermine und Impfungen in einem Zeitfenster für gesunde Patienten durchführen.
  • Falls möglich, nicht dringliche Konsultationen verschieben ̶ jedoch soll nicht „alles“ wegtriagiert werden, damit man wirklich behandlungsbedürftige Kinder nicht verpasst (MPAs sollen mehr und grosszügiger bei Ärzten/innen nachfragen).
  • Schuluntersuchungen verschieben, um eine hohe Anzahl von Personen zur gleichen Zeit in der Praxis zu vermeiden.


In der Praxis

  • Wenn Bezugspersonen Atemwegsinfektionen oder Fieber aufweisen, sollen sie der Praxis fernbleiben.
     
  • Jede/r soll sich nach Betreten der Praxis die Hände gründlich waschen (und falls genug Material vorhanden desinfizieren).
     
  • Alle Spielzeuge sollen aus der Praxis entfernt werden; Bezugspersonen können eigenes Spielzeug mitbringen, um ihr Kind zu beschäftigen. (Mögliche Ausnahme: „Hartes“ Spielzeug wie z. B. Duplo, welches in der Abwaschmaschine gereinigt/sterilisiert werden kann.)
     
  • Tragen einer chirurgischen Maske für Ärzte und MPAs bei Behandlung von Patienten mit Fieber und/ oder Atemwegserkrankungen.
     
  • Patienten mit Atemwegserkrankungen können einen Mundschutz tragen (falls ausreichend vorhanden).
  • Nach jedem Patienten Kontaktflächen desinfizieren.
     

Fragen und Antworten für Haus- und Kinderärztinnen und -ärzte
(inklusive Fragen rund um die Rolle als Unternehmer und Arbeitgeber)

Merkblatt von mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz vom 19. März 2020 (mit freundlicher Reproduktionsgenehmigung)

 

Antworten auf häufige Fragen von Kinderärztinnen und -ärzten

Eine Mitarbeiterin unserer Praxis wurde positiv auf COVID-19 getestet. Muss nun unsere Praxis für 10 Tage geschlossen werden?
Nein. Mitarbeitende im Gesundheitssystem arbeiten mit Maske weiter. Bei Auftreten von leichten Symptomen (ohne Fieber) Isolation zu Hause für mindestens 48 Stunden. Danach ist die Wiederaufnahme der Arbeit mit Maske möglich. Siehe weitere wichtige Details in den Empfehlungen von swissnoso. Bitte beachten Sie auch die Empfehlungen des BAG zum Umgang mit erkrankten Personen und Kontakten.

Text SGP Newsletter 2020/06 der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie mit freundlicher Reproduktionsgenehmigung.

Muss ich strenger selektionieren, welche Patienten mit akuter Atemwegserkrankung ich zur Hospitalisation zuweise?
Nein! Selektionieren Sie so, wie Sie es üblicherweise praktizieren, damit die sichere Versorgung Ihrer Patienten garantiert ist. Im Einzelfall lässt sich COVID-19 klinisch nicht von anderen viralen Atemwegsinfektionen unterscheiden (s. z.B. Gong Y, Pediatrics, 2020) und Ko-Infektion mit anderen Erregern sind möglich. Die Influenzasaison ist zwar am Abklingen, aber RSV zirkuliert weiterhin, ebenso z.B. Parainfuenza oder hMPV als häufige Verursacher von hospitalisationsbedürftigen obstruktiven Bronchitiden/Bronchiolitiden.
Die Kinderspitäler der Schweiz verfügen gegenwärtig über genügend Ressourcen für alle Notfallhospitalisationen.
 
Muss ich ein Neugeborenes wirklich von seinen Eltern trennen?
Die bisher verfügbaren Daten zeigen, dass Neugeborene zwar von COVID-19 positiven Müttern infiziert werden können, aber nicht oder milde erkranken. Deshalb empfehlen die SGGG und die WHO keine Trennung. Das ist für gesunde Mutter/Kind Paare sinnvoll. Für kranke Früh- und Neugeborene, die auf einer Neonatologie hospitalisiert werden müssen, gibt es zusätzliche Herausforderungen. Es ist entscheidend wichtig, dass das knappe spezialisierte Personal nicht durch Ansteckungen dezimiert wird. Zudem sind IMC und neonatale Intensivstationen meist Grossraumeinheiten mit mehreren Patientenplätzen und sehr viel Personen- und Materialverkehr. Deshalb ist sind die strengen Vorgaben der Spitalhygieneteams vor Ort einzuhalten, auch wenn Trennungen für betroffene Familien einschneidende Massnahmen sind.
  
Gibt es Empfehlungen bezüglich Triage der Patienten? Welche Patienten soll ich kommen lassen? Welche Patienten kann ich per Telefon beraten?
Es ist wichtig, dass trotz COVID-19 alle pädiatrischen Notfallpatienten korrekt triagiert werden, damit nicht «Kollateralmorbidität/-mortalität» entsteht. Die SGP empfiehlt, dass nach den üblichen Telefonkriterien, die in der jeweiligen Praxis zur Anwendung kommen, triagiert wird. Kinder mit respiratorischen Erkrankungen können sich rasch verschlechtern, ungeachtet des auslösenden Erregers. Es ist sicher zu stellen, dass die bedarfsgerechte persönliche Beurteilung von Notfallpatienten durch die Kinderärztin/den Kinderarzt weiterhin funktioniert.
 
Gibt es bereits ein Szenario, was wir in der Kinderarztpraxis grundversorgen sollten, falls es zu einer Ausgangssperre kommt?
Das ist eine wichtige Frage, auf die es gegenwärtig keine Antwort gibt. Die bereits publizierte Empfehlung über Impf- und Vorsorgetermine vom 16. März 2020 wurde in Absprache mit dem BAG formuliert. Allfällige Änderungen werden so rasch wie möglich kommuniziert.
 

Text SGP Newsletter 2020/07 der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie mit freundlicher Reproduktionsgenehmigung.

Das BAG hat am 16.03.2020 empfohlen, Ibuprofen bei COVID-19 nicht zu verwenden. WHO und EMA empfehlen am 18.03.2020 in ihren Stellungnahmen keine Einschränkung. Was gilt jetzt?
Es gibt keine neue klinisch relevante Evidenz, dass der Einsatz von Ibuprofen und anderen NSAR den Verlauf einer COVID-19 Infektion negativ beeinflussen könnte. Die SGP hat über das vergangene Wochenende mit Kinderspitälern und Kinderinfektiologen in der ganzen Schweiz Rücksprache genommen und empfiehlt zusammen wie diesen:
(1) Antipyretika wie immer grundsätzlich zurückhaltend zu verschreiben
(2) als erste Wahl Paracetamol einzusetzen
(3) bei Bedarf Ibuprofen nach den üblichen Kriterien uneingeschränkt einzusetzen (als Analgetikum bzw. anti-inflammatorische Substanz)
Die vorgängige Empfehlung vom 17.03.2020 ist nicht mehr gültig. 


Am 16.03.2020 haben BAG/SGP/Infovac Empfehlungen über die Fortführung von Routinekonsultationen bei Kindern veröffentlicht. Zwischenzeitlich haben mehrere Kantone Praxisbesuche weiter eingeschränkt. Gilt die Empfehlung noch?
Ja. Die Empfehlung gilt weiterhin, siehe auch Infovac Newsletter vom 22.03.2020. Die SGP informiert Sie, falls die Behörden Änderungen anordnen.
 

Was wissen wir über COVID-19 bei Kindern in Italien?
 Ende letzter Woche wurde über etwa 300 erkrankte Kinder in Italien berichtet. Todesfälle sind nicht bekannt geworden. Den Erfahrungsbericht von Dr. Fabian Schumacher, einem Kinderinfektiologen in Brescia finden Sie hier.


SAMW Richtlinien für die Triage bei Ressourcenknappheit auf Intensivstationen
Aufgrund des Tempos, mit dem sich das Coronavirus (SARS-CoV-2) verbreitet, ist eine ausserordentliche Lage eingetreten, die zu einem Massenzustrom von Patientinnen und Patienten in die Akutspitäler führen wird. Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) und die SAMW veröffentlichen gemeinsame Richtlinien für Rationierungsentscheidungen auf Intensivstationen.
Download Richtlinien in vier Sprachen 


Text SGP Newsletter 2020/08 der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie mit freundlicher Reproduktionsgenehmigung.

Die Familie einer Leukämiepatientin aus unserer Praxis ist an Atemwegssymptomen erkrankt. Müssen die Familienmitglieder auf COVID-19 getestet werden?

Nein, das ist das nicht hilfreich. Die ganze Familie begibt sich für 10 Tage plus 48 h nach Abklingen der Symptome in Selbst-Isolation bzw. in Selbst-Quarantäne (falls asymptomatisch). Auch die Selbstquarantäne dauert neu 10 Tage. Eine Trennung der (noch) asymptomatischen Risikopatientin von ihrer Familie ist generell nicht empfohlen.

Sobald hingegen diese Risikopatientin selbst symptomatisch wird (nicht vorher!), soll sie auf COVID-19 getestet werden und – falls positiv - gemeinsam mit den zuständigen Spezialisten über das weitere Vorgehen entschieden werden. Letztere verfügen auch über die neuesten Erkenntnisse in ihren Fachgebieten.

 

Welche Kinder sind überhaupt Risikopatienten, die auf COVID-19 getestet werden sollen?

Es gibt keine allgemeingültige Definition von pädiatrischen Risikogruppen. Kinder sind deutlich weniger gefährdet als Erwachsene, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand. Die Kinderklinik Genf hat in Anlehnung an die Definition für Erwachsene des BAG ein internes Dokument verfasst, das die Testindikation bei häufigen chronischen Krankheiten bei Kindern spezifiziert. Es kann als Richtschnur verwendet werden. Mit Genehmigung leiten wir es gerne an unsere Mitglieder weiter, es ist nur in französischer Sprache verfügbar.

https://www.hug-ge.ch/sites/interhug/files/structures/saup_professionnels/Procedures_medicales/coronavirus/coronavirus_maladies_chroniques_ped.pdf

Stellungnahmen der pädiatrischen Spezialistengesellschaften leiten wir an Sie weiter, sobald solche verfügbar werden.

WICHTIG: Die Therapie der Grundkrankheit soll bei jedem chronisch kranken Kind konsequent weitergeführt werden, um einen optimalen Gesundheitszustand sicher zu stellen.

 

Text SGP Newsletter 2020/09 der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie mit freundlicher Reproduktionsgenehmigung.

Kann die Pneumokokkenimpfung einen komplizierten oder schweren Verlauf einer COVID-19 verhindern? Welche Indikationen gelten für den Impfstoff Prevenar13®?
In der Schweiz wird aktuell ein erhöhter Bedarf für den Pneumokokken-Konjugatimpfstoff Prevenar13® im Rahmen der Pandemie mit SARS-CoV-2 beobachtet. Dies beruht möglicherweise auf falschen Informationen, dass die Pneumokokkenimpfung einen komplizierten oder schweren Verlauf einer COVID-19 verhindern könnte. Ein solcher Verlauf entwickelt sich nicht aufgrund von bakteriellen Sekundärinfektionen durch Pneumokokken, sondern im Rahmen der durch das Virus SARSCoV-2 verursachten pulmonalen und systemischen Entzündungsreaktionen. Diese Entwicklung kann durch eine Pneumokokkenimpfung NICHT verhindert werden. Die Indikation zur Pneumokokkenimpfung soll daher weiterhin gemäss den Empfehlungen im Schweizerischen Impfplan 2020 gestellt werden. Der Impfstoff Prevenar13® ist lieferbar, aber seine Verfügbarkeit ist begrenzt. Er muss in erster Linie für die Indikationen gemäss Schweizerischem Impfplan zur Verfügung stehen: Erstens für Kleinkinder zur Verhinderung der in dieser Altersgruppe häufigen und gefährlichen invasiven Pneumokokken-Erkrankungen (IPE), und in zweiter Linie für andere Patienten mit erhöhtem IPE-Risiko wegen chronischer Krankheiten.

Lesen Sie dazu die Information des BAG

Die WHO publiziert auf ihrer Internetseite hilfreiche Factsheets mit Antworten auf die Unsicherheiten der Bevölkerung und zur Entkräftigung von Falschinformationen.


Hat die COVID-19 Pandemie einen Einfluss auf Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1?
Wie Fallberichte von Notfallmedizinern aus dem Ausland verlauten lassen, führt diese aussergewöhnliche Krise vermehrt zu verspäteten Neudiagnosen von Kindern mit Typ 1 Diabetes und hochgradig dekompensierter Ketoazidose. Die verläuft unbehandelt letal. Es bleibt daher wichtig, weiterhin an eine Früherkennung des Diabetes bei Kindern zu denken und bei Bedarf abzuklären, um Leben zu retten und die Intensivstation nicht weiter zu belasten!

 

Fragen rund um die Telemedizin während der COVID-19 Pandemie
Das Faktenblatt der FMH informiert Ärztinnen und Ärzte über die Möglichkeiten der sicheren telemedizinischen Konsultation im Kontext der COVID-19-Pandemie. Dies umfasst insbesondere die rechtlichen Grundlagen der telemedizinischen Konsultation, die tarifarische Abgeltung sowie eine Risikobewertung der gängigen Informations- und Kommunikationstechnologien.

 

Text mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz Newsletter vom 30. März 2020 mit freundlicher Reproduktionsgenehmigung.

Konsultationen per Telefon, Email und Video-Konferenz 
In der aktuellen Lage sollen die Patientinnen und Patienten möglichst nicht in die Praxen kommen. Trotzdem müssen wir eine adäquate Versorgung sicherstellen. Das führt einerseits zu mehr Hausbesuchen, andererseits zu viel mehr Beratungen am Telefon, per Email oder via Videokonferenz. Die medizinische Sorgfaltspflicht gilt weiterhin uneingeschränkt, insbesondere auch im Kontakt über elektronische Medien.

Die FMH hat nach Rücksprache mit mfe und anderen Verbänden das BAG bereits darauf aufmerksam gemacht, dass sich die veränderten Praxisbedingungen auch in den Rechnungsstatistiken zeigen werden. Zudem haben wir gefordert, die Limitationen auf den Leistungen in Abwesenheit und für den Austausch am Telefon, per Email oder via Bildschirm vorübergehend auszusetzen, damit der Aufwand weiterhin korrekt abgerechnet werden kann. Die Antwort des Bundesrates steht zurzeit noch aus. 

Tarmed gilt somit unverändert und soll korrekt angewendet werden:
  • Konsultation 00.0010 ff: Die Konsultation ist eine ärztliche Leistung, der Patient muss dafür in die Praxis kommen. 
  • Hausarztzuschlag 00.0015: Der Hausarztzuschlag darf einzig und allein in Kombination mit "Konsultation erste 5 Minuten (00.0010)" abgerechnet werden, und zwar nur von AIM, KJM und PA und nur einmal pro Tag, nur wenn gleichzeitig keine Spezialistenleistungen (alle nicht auf LG-3 aufgeführten Leistungen) abgerechnet werden. 
  • Telefonische Konsultation durch den Facharzt (00.0110 ff): Auch das ist eine ärztliche Leistung, im direkten Austausch mit der / dem Patientin / Patienten (Ausnahme: darf auch angewendet werden im Austausch mit Angehörigen von Kindern und nicht gesprächsfähigen Patientinnen und Patienten). Die Limitation liegt bei 20 Minuten (30 Minuten für Kinder unter 6 und Erwachsene über 75 Jahren sowie Patientinnen und Patienten mit besonderen Bedürfnissen). Die telefonische Konsultation kann mehrmals pro Tag abgerechnet werden.  

Der Austausch per Mail oder Videokonferenz ist im Tarmed nicht geregelt. Er kann analog zur telefonischen Konsultation abgerechnet werden.  

Einen guten Überblick rund um Fragen der telemedizinischen Konsultation in der aktuellen Situation gibt das Faktenblatt «Telemedizin während COVID-19-Pandemie» der FMH. Es informiert Ärztinnen und Ärzte über die Möglichkeiten der sicheren telemedizinischen Konsultation im Kontext der COVID-19-Pandemie und umfasst insbesondere die rechtlichen Grundlagen der telemedizinischen Konsultation, die tarifarische Abgeltung sowie eine Risikobewertung der gängigen Informations- und Kommunikationstechnologien.

 

Infografik zur Telemedizin während der COVID-19-Pandemie
Hausärztinnen und Hausärzte nehmen in der aktuellen Krise rund um das Coronavirus eine zentrale Rolle ein. Um sie optimal zu unterstützen, sind hilfreiche Tools nötig – und dies in Zeiten, wo noch keine evidenzbasierten Empfehlungen möglich sind. Gemeinsam mit der SGAIM, der FMH und medix haben wir eine Infografik dazu erstellt, wie Hausärztinnen und Hausärzte via Telefon/Video (= Telemedizin) COVID-19 Verdachtsfälle beurteilen können.
 
Diese basiert auf einer Infografik aus dem British Medical Journey und wurde auf Deutsch, Französisch und Italienisch übersetzt und an den hiesigen Kontext mit dem Einverständnis des BMJ angepasst.

Die Aussagen der Infografik stammen von Daten aus China. Aufgrund der sich rasch ändernden Situation und der unsicheren Datenlage bitten wir Sie: Berücksichtigen Sie unbedingt die offiziellen Richtlinien und Informationen der nationalen und kantonalen Behörden.

 

Text SGP Newsletter 2020/10 der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie mit freundlicher Reproduktionsgenehmigung.

COVID-19 und chronische Lungenkrankheiten
Welche pädiatrischen Lungenerkrankungen sind Risikofaktoren für schwere Verläufe von COVID-19?
Die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (SGPP) hat dazu Stellung genommen. Insbesondere hält sie fest, dass die Diagnose «kontrolliertes Asthma bronchiale» nicht als Risikoerkrankung zu betrachten ist. Die SGP unterstützt diese Stellungnahme.
Stellungnahme der SGPP


COVID-19 und Kinder (Update)
Wie ist der aktuelle Wissensstand darüber, dass Kinder weniger von COVID-19 betroffen sind als Erwachsene?
Die Erkenntnisse aus Pathophysiologie und Epidemiologie sind weiterhin lückenhaft. Folgendes kann festgehalten werden
•    Kinder jeden Alters können infiziert werden, sie sind nicht resistent gegenüber SARS-CoV-2.
•    Fallserien bei hospitalisierten Kindern in China beschreiben, dass max. 3% schwere Verläufe zeigten (schwer = Bedarf an zusätzlichem O2); 13-28% der Infizierten waren asymptomatisch. Alle anderen wiesen eine milde respiratorische Infektion auf (obere Atemwege, milde Pneumonie).
•    Diese Studien bei Kindern betreffen hochselektionierte Kohorten. Der Anteil subklinisch infizierter Kinder in der Gesamtpopulation könnte sehr viel grösser sein.
•    Epidemiologische Modellrechnungen suggerieren, dass die Häufigkeit subklinischer Infektionen der Hauptgrund ist, weshalb Kinder scheinbar verschont sind.
•    Harte Fakten über Risikofaktoren für schwere Verläufe bei Kindern fehlen weiterhin.


Pädiatrische Notfallkonsultationen
Weshalb sind die Notfallkonsultationen in der Pädiatrie seit Beginn der Pandemie paradoxerweise zurückgegangen?
Aus Spitälern und Praxen wird über auffallend wenige Notfallkonsultationen berichtet. Wir sehen mindestens 3 Gründe dafür:

Influenza und RSV sind weitgehend abgeklungen, die Saisons für Parainfluenza und Rotavirus, üblicherweise sehr aktiv im Frühjahr, verlaufen bisher mild.
Der  Kohortierungseffekt von Kindern in Gemeinschaftseinrichtungen fehlt weitgehend, führt zu weniger Virusinfektionen und temporär «gesünderen» Kindern.
Eltern üben Zurückhaltung bei der Beanspruchung von Notfallkonsultationen. Das kann gefährlich sein, besonders bei schweren Krankheiten mit schleichendem Beginn (s. diabetische Ketoazidose im Newsletter vom 27.03.2020)

Es ist deshalb wichtig, dass Kinderärztinnen und Kinderärzte ihren Patienten und Eltern klar kommunizieren, dass sie unverändert jederzeit für sie verfügbar sind.

 

Konsultationen per Telefon, Email und Video-Konferenz 
In der aktuellen Lage sollen die Patientinnen und Patienten möglichst nicht in die Praxen kommen. Trotzdem müssen wir eine adäquate Versorgung sicherstellen. Das führt einerseits zu mehr Hausbesuchen, andererseits zu viel mehr Beratungen am Telefon, per Email oder via Videokonferenz. Die medizinische Sorgfaltspflicht gilt weiterhin uneingeschränkt, insbesondere auch im Kontakt über elektronische Medien.

Die FMH hat nach Rücksprache mit mfe und anderen Verbänden das BAG bereits darauf aufmerksam gemacht, dass sich die veränderten Praxisbedingungen auch in den Rechnungsstatistiken zeigen werden. Zudem haben wir gefordert, die Limitationen auf den Leistungen in Abwesenheit und für den Austausch am Telefon, per Email oder via Bildschirm vorübergehend auszusetzen, damit der Aufwand weiterhin korrekt abgerechnet werden kann. Die Antwort des Bundesrates steht zurzeit noch aus. 

Tarmed gilt somit unverändert und soll korrekt angewendet werden:
  • Konsultation 00.0010 ff: Die Konsultation ist eine ärztliche Leistung, der Patient muss dafür in die Praxis kommen. 
  • Hausarztzuschlag 00.0015: Der Hausarztzuschlag darf einzig und allein in Kombination mit "Konsultation erste 5 Minuten (00.0010)" abgerechnet werden, und zwar nur von AIM, KJM und PA und nur einmal pro Tag, nur wenn gleichzeitig keine Spezialistenleistungen (alle nicht auf LG-3 aufgeführten Leistungen) abgerechnet werden. 
  • Telefonische Konsultation durch den Facharzt (00.0110 ff): Auch das ist eine ärztliche Leistung, im direkten Austausch mit der / dem Patientin / Patienten (Ausnahme: darf auch angewendet werden im Austausch mit Angehörigen von Kindern und nicht gesprächsfähigen Patientinnen und Patienten). Die Limitation liegt bei 20 Minuten (30 Minuten für Kinder unter 6 und Erwachsene über 75 Jahren sowie Patientinnen und Patienten mit besonderen Bedürfnissen). Die telefonische Konsultation kann mehrmals pro Tag abgerechnet werden.  

Der Austausch per Mail oder Videokonferenz ist im Tarmed nicht geregelt. Er kann analog zur telefonischen Konsultation abgerechnet werden.  

Einen guten Überblick rund um Fragen der telemedizinischen Konsultation in der aktuellen Situation gibt das Faktenblatt «Telemedizin während COVID-19-Pandemie» der FMH. Es informiert Ärztinnen und Ärzte über die Möglichkeiten der sicheren telemedizinischen Konsultation im Kontext der COVID-19-Pandemie und umfasst insbesondere die rechtlichen Grundlagen der telemedizinischen Konsultation, die tarifarische Abgeltung sowie eine Risikobewertung der gängigen Informations- und Kommunikationstechnologien.

 

Infografik zur Telemedizin während der COVID-19-Pandemie
Hausärztinnen und Hausärzte nehmen in der aktuellen Krise rund um das Coronavirus eine zentrale Rolle ein. Um sie optimal zu unterstützen, sind hilfreiche Tools nötig – und dies in Zeiten, wo noch keine evidenzbasierten Empfehlungen möglich sind. Gemeinsam mit der SGAIM, der FMH und medix haben wir eine Infografik dazu erstellt, wie Hausärztinnen und Hausärzte via Telefon/Video (= Telemedizin) COVID-19 Verdachtsfälle beurteilen können.
 
Diese basiert auf einer Infografik aus dem British Medical Journey und wurde auf Deutsch, Französisch und Italienisch übersetzt und an den hiesigen Kontext mit dem Einverständnis des BMJ angepasst.

Die Aussagen der Infografik stammen von Daten aus China. Aufgrund der sich rasch ändernden Situation und der unsicheren Datenlage bitten wir Sie: Berücksichtigen Sie unbedingt die offiziellen Richtlinien und Informationen der nationalen und kantonalen Behörden.

 

Text SGP Newsletter 2020/11 der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie mit freundlicher Reproduktionsgenehmigung.

Welche pädiatrischen Herzerkrankungen sind Risikofaktoren für schwere Verläufe von COVID-19?
Es gibt momentan keine gesicherten kardialen Risikofaktoren für schwere Verläufe im Kindesalter. Aus theoretischen Überlegungen und in Analogie zu anderen respiratorischen Infektionen sind möglicherweise folgende Herzfehler mit einem erhöhten Risiko assoziiert:

1. schwere Herzinsuffizienz
2. pulmonal-arterielle Hypertension
3. angeborenes Herzvitium mit Shunt-abhängiger Lungenzirkulation (z.B. BT-Shunt)
4. Nicht-korrigiertes zyanotisches Herzvitium (z.B. Fallot Tetralogie, Single-Ventricle nach Glenn-Anastomose oder mit SaO2<90%)

Bei diesen Kindern ist bei Auftreten von COVID-19 verdächtigen Symptomen die Erregerdiagnostik indiziert. Im positiven Fall wird die Rücksprache mit dem betreuenden Kinderkardiologieteam empfohlen. Selbstverständlich gelten, wie für alle Patienten, die üblichen Hygienerichtlinien. Die SGP unterstützt die Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie.

 

Wird es aufgrund der Isolation zu Hause zu vermehrter häuslicher Gewalt führen oder Gewalt an Kindern geben? Und was ist mit den Jugendlichen?
Wie aus den Erfahrungen der COVID-19 Pandemie in China zu entnehmen ist, kam es aufgrund des engen Lebens zu Hause, die Ängste um die Gesundheit, die Ungewissheit über die Dauer der Krise sowie der fehlenden sozialen Kontakte zu vermehrter häuslicher Gewalt. Eine mögliche Überforderung der Familien in dieser Krisensituation kann zu Problemen führen, insbesondere, wenn sie bereits konfliktbeladen waren. Die soziale Kontrolle der Schule und Schulsozialarbeiter entfällt weitgehend und könnte das Problem verstärken. Bisher wurde in der Schweiz noch kein vermehrter Anstieg bemerkt. Nicht vergessen dürfen wir die Jugendlichen, welche in einer bereits kritischen Lebensphase zusätzlich mit der sozialen Distanz und Isolation belastet werden. Pro Juventute startete daher am 30.03. eine entsprechende Kampagne.

Die Kinderärzte müssen weiterhin aufmerksam und hellhörig sein, um auch in Zeiten der COVID-19 Pandemie den Kinderschutz nicht zu vergessen. Lesen Sie dazu die Empfehlungen für die Kinderschutzarbeit der Fachgruppe Kinderschutz der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie.


Wird die Fortbildungspflicht 2020 angesicht der aktuellen Lage angepasst?
Die Covid-19-Krise verunmöglicht 2020 die Durchführung von vielen Kongressen, Fortbildungsveranstaltungen und Kursen. Die meisten Ärztinnen und Ärzte sind im laufenden Jahr nicht in der Lage ihrer Fortbildungspflicht vollständig nachzukommen – auch wenn für das Fortbildungsdiplom jeweils eine 3-jährige Fortbildungsperiode zur Verfügung steht. Die Geschäftsleitung des SIWF hat deshalb nach Konsultation aller Fachgesellschaften entschieden, die für das Jahr 2020 geforderten 50 Credits auf 25 Credits zu halbieren. Sollte sich die Situation bis Mitte Jahr nicht wesentlich verbessern, besteht die Option, in einem zweiten Schritt weitere Massnahmen zu ergreifen. Konkret erhalten alle BenutzerInnen der SIWF-Fortbildungsplattform für das Jahr 2020 automatisch einen Eintrag in ihrem individuellen Fortbildungsprotokoll («Gutschrift Covid-19») im Umfang von 25 Credits. Dieser Eintrag kann wie eine Veranstaltung individuell genutzt werden (z.B. als Kernfortbildung in einem bestimmten Fachgebiet).
 

Antworten auf häufige Fragen von Eltern

Text SGP Newsletter 2020/05 der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie mit freundlicher Nachdruckgenehmigung.


Wie wird COVID-19 übertragen?
Das neue Coronavirus wird über die Atemwege (Tröpfchen, Kontakt) übertragen und auch über den Darm ausgeschieden (Kontakt). Das Virus überlebt > 6 Stunden auf Oberflächen wie Plastik und Stahl. Kinder und Erwachsene scheiden das Virus über die Atemwege während ca. 1-2 Wochen aus, im Darm bis zu 4 Wochen. Es ist nicht bekannt, inwiefern der Nachweis von Virus RNA im Stuhl mit Kontagiosität korreliert. Kinder werden zu über 80% im häuslichen Umfeld infiziert werden, d.h. durch Erwachsene und Geschwister. Die Kinderpopulation ist gemäss aktuellem Wissensstand nicht für die rasante Ausbreitung von COVID-19 verantwortlich.
 
Welche Gefahr gilt für Kinder im Zusammenhang mit dem Coronavirus?
Kinder und Jugendliche jeden Alters erkranken an Fieber (häufig ca. 3 Tage), Husten und Pharyngitis. Milde Diarrhoe ist häufig. Schnupfen oder Wheezing sind eher selten. In schweren Fällen kann eine Pneumonie vorliegen, die spontan abklingt. Von 171 am 18.03.2020 detailliert beschriebenen Kinder mussten 3 (1.8%) mechanisch beatmet werden, es kam zu 1 Todesfall bei massiver Komorbidität (Sepsis bei Invagination). Insgesamt sind bisher 2 Todesfälle gemeldet worden. Aktualisierte detaillierte Zusammenfassungen finden sich u.a. im Steckbrief COVID-19 des Inselspitals Bern.
 
Welche Gefahr geht von den Kindern aus?
Kinder scheiden etwa gleich viel Virus für gleich lange Zeit über die Atemwege und über den Darm aus wie Erwachsene. Kleinkinder sind wegen Verhalten und Inkontinenz potentiell kontagiöser als Erwachsene, infolge ihres geringen Bewegungsradius entsprechend weniger. Unter dem Strich dürften alle Infizierten ungeachtet ihres Alters für die Umgebung etwa «gleich gefährlich»  sein.
 
Ist es problematisch, sich mit dem Kind auf einem Spielplatz/in einem Skaterpark aufzuhalten?
Die Verordnungen des BAG und der Kantone sind einzuhalten. Spielen in Kleingruppen mit ≤ 5 Kindern ist erlaubt (Stand 19.03.2020). Begleitpersonen müssen unter sich Abstand halten. Für gesunde Kinder ohne chronische Krankheit geht davon keine besondere Gefahr aus. Das gleiche gilt für gesunde Begleitpersonen. Kinder mit einer chronischen Krankheit sollen – wie es für Erwachsene gilt – zum Selbstschutz davon abgehalten werden. 

Ist es aus medizinischer Sicht sinnvoll, dass die Spielplätze (im Gegensatz zu Deutschland) noch offen sind?

Es gelten die behördlichen Verordnungen, insbesondere die diesbezüglichen Präzisierungen von Daniel Koch, Leiter übertragbare Krankheiten, BAG, in der SRF Rundschau vom 18.03.2002 (die Spielplätze bleiben offen). Es nicht davon auszugehen, dass eine weitere Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf Spielplätzen die Kontrolle von COVID-19 in der Schweiz verbessert.
 
Ist es problematisch, wenn das eigene Kind andere Kinder nach Hause zu einem Geburtstagsfest einlädt?
Geburtstagsessen sind gemäss BAG weiterhin erlaubt, sollten aber auf ein Minimum an Teilnehmern beschränkt werden (z.B. nur beste Freundin/bester Freund des Kindes, maximal total 5 Personen am Event). 

Dürfen Kinder ihre Grosseltern besuchen?
Nein. Keinen Spielraum gibt es für Grosseltern, die zu einer der Risikogruppen gehören (Alter über 65 Jahre oder chronische Krankheit der Atemwege, Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes mellitus, Immunsuppression, Krebs). In Italien sterben fast nur alte Menschen an COVID-19. Die Schweiz hat praktisch die gleiche Altersdemographie wie Italien, es besteht die gleiche Gefahr. Die Grosseltern sind unter allen Umständen zu schützen.

 

Besuch von Kinderkrippen

Text SGP Newsletter 2020/05 der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie mit freundlicher Nachdruckgenehmigung.

Gestützt auf die Empfehlungen des Bundes empfiehlt der Verein Kinderbetreuung Schweiz, solange vom Kanton nicht anders verordnet, Kindertagesstätten, Tagesfamilienbetreuung und private schulergänzende Tagesstrukturen grundsätzlich nicht zu schliessen. Der Verein informiert auf seiner Internetseite zum Umgang mit dem Coronavirus in Betreuungsinstitutionen.
 
Für die Ärzteschaft gilt es tagtäglich und individuell zu entscheiden, welchen Kindern vom Besuch der Kita abgeraten werden soll. Dabei sind die neuesten Erkenntnisse einzubeziehen. Die SGP kann gegenwärtig keine allgemeingültigen Empfehlungen abgeben, aber folgende Anhaltspunkte für die Entscheidungsfindung:
 
Welchen meiner Patienten soll ich abraten, weiterhin die Kita zu besuchen?
Kinder mit einer schweren Grundkrankheit sind bei akuten Infektionen jeglicher Art besonders gefährdet. Das gilt auch für COVID-19, obwohl bisher kaum schwere Verläufe gemeldet wurden. Dazu gehören Kinder

  •  mit schwerer Immundefizienz bzw. Immunsuppression
  •  mit Chemotherapie für eine maligne Neoplasie
  •  mit chronischer schwerer Lungenerkrankung (z.B. Heim-O2 Bedarf; frühere Hospitalisation wegen infektgetriggerter Exazerbation)
  • schweres Herzvitium (z.B. zyanotische Vitien, pulmonal-arterielle Hypertension).
  • u.a.

 Die SGP empfiehlt, bei Unsicherheiten den Rat des jeweiligen mitbetreuenden Spezialisten einzuholen und eine gemeinsame Empfehlung abzugeben.

Bei welchen Erkrankungen von Eltern und Geschwistern soll ich vom Kita Besuch abraten?
Gemäss BAG sollen Personen > 65 Jahre und solche mit arterieller Hypertension, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen oder Krebs besonders geschützt werden. Der Schutz kann optimiert werden, wenn ihre Haushaltmitglieder nicht erkranken. Sie sollen zu Hause sein, was in der Regel ermöglicht, dass sie ihr Kind zu Hause betreuen und nicht in die Kita schicken.